Starker vierter Platz für den MSC Mauer bei der FIM Enduro Vintage Trophy 2026 in Zschopau
Vom 29. September bis 3. Oktober 2026 wurde die traditionsreiche Motorradstadt Zschopau zum internationalen Zentrum des klassischen Endurosports. Bei der FIM Enduro Vintage Trophy 2026 trafen Fahrer aus aller Welt mit historischen Geländemaschinen aufeinander. Mehr als 450 Teilnehmer aus rund 20 Nationen unter anderem USA, Australien, Italien oder Frankreich waren für die Veranstaltung gemeldet. Vier anspruchsvolle Fahrtage lang ging es auf abwechslungsreichen Strecken rund um Zschopau.
Mitten im internationalen Starterfeld war auch der MSC Mauer vertreten, und das mit großem Erfolg. Bernd Bachert auf Kramer ER 175, Udo Meier auf Puch GS 175 F2 und Manfred „Manni“ Winter auf einer 80er Werkszündapp bildeten gemeinsam das Club Team des Vereins. Was die drei Fahrer in Zschopau erreichten, gehört mit zu den herausragenden sportlichen Ergebnissen des MSC Mauer. Platz vier unter insgesamt 64 Clubmannschaften. In der offiziellen Endabrechnung lag der MSC Mauer unmittelbar hinter den drei Podiumsteams. Wie anspruchsvoll die Tage rund um Zschopau tatsächlich waren, zeigt ein Blick auf das gesamte Starterfeld. Von 452 gestarteten Fahrerinnen und Fahrern kamen lediglich 173 regulär in Wertung bis zum Ende, weniger als die Hälfte des ursprünglichen Feldes.
Vier Tage, historische Motorräder und ein anspruchsvolles Reglement
Die FIM Enduro Vintage Trophy ist keineswegs eine gemütliche Geländefahrt mit historischen Motorrädern. Gefahren wird nach einem umfangreichen Reglement der internationalen Motorsportorganisation FIM (Fédération Internationale de Motocyclisme*). Die Motorräder werden entsprechend ihres Baujahres in verschiedene Kategorien eingeteilt. Grundsätzlich müssen sie in ihren wesentlichen Konstruktionsmerkmalen dem jeweiligen Modell und Baujahr entsprechen. Je nach Kategorie gelten Vorgaben unter anderem für Kühlung, Bremsen, Federung, Vergaser und weitere technische Komponenten. International bekannte Fahrer wie die deutschen Trophy Fahrer Bert von Zitzewitz, Johannes Steinel und Uwe Weber, sowie die italienischen Fahrer Alessandro Gritti, Georgio Grasso und Tullio Pellegrinelli oder auch der amerikanische Fahrer Fred Hoess zeigten, dass es sich hier um ein echtes Highlight in der Szene handelte.
Auch sportlich verlangt die Trophy den Teilnehmern einiges ab. Die Fahrer müssen nicht nur auf den Sonderprüfungen schnell sein, sondern gleichzeitig die vorgegebenen Fahrzeiten auf den Etappen exakt einhalten. In die Tageswertung fließen die Zeiten der Sonderprüfungen, mögliche Strafzeiten an den Zeitkontrollen sowie der im Vintage-Sport vorgesehene Handicap-Faktor ein, der sich nach dem Alter des Fahrzeuges sowie des Fahrers richtet.
Bachert, Meier und Winter mischen ganz vorne mit
Schon früh zeigte sich, dass das Trio aus Mauer nicht nach Zschopau gekommen war, um lediglich dabei zu sein. Udo Meier, Bernd Bachert und Manni Winter fanden sich im Feld zahlreicher international erfahrener Fahrer erstaunlich schnell weit vorne wieder. Nach Fahrtag eins, eine Kombination aus einem 50 Kilometer langen Rundkurs im Gelände und einer Beschleunigungsprüfung, landete die Mannschaft auf Rang eins.
Nach dem zweiten langen Fahrtag, an dem zwei 80 Kilometer lange Runden im Gelände mit je drei technisch anspruchsvollen Sonderprüfungen absolviert werden mussten, lag der MSC Mauer auf dem dritten Platz der Clubwertung. Vor den drei Fahrern aus Mauer lagen zu diesem Zeitpunkt lediglich das Team Tagliamento 1 aus Italien und das Club Team Germany 12. Damit war plötzlich ein Platz auf dem Podium einer FIM-Veranstaltung greifbar.
Doch Zschopau zeigte, warum die Vintage Trophy zu den anspruchsvollsten Veranstaltungen ihrer Art zählt. Unterschiedliche Wetter- und Streckenbedingungen, zahlreiche Auf- und Abfahrten, lange Etappen, knackige Sonderprüfungen und die permanent notwendige Konzentration an den Zeitkontrollen verlangten Fahrer und Material alles ab. Waren die Sonderprüfungen am ersten Tag überwiegend technisch anspruchsvoll und selektiv, war am dritten Tag war auf den drei Sonderprüfungen Schnelligkeit gefragt, denn es handelte sich um flüssig gesteckte Wiesenprüfungen. Vor allem bei den regnerischen Bedingungen eine echte Herausforderung. Streckenabschnitte wie der Teufelsberg und der legendäre Skihang, welcher im gleichen Umfang wie beim EnduroGP gefahren wurden, wurden von den Fahrern mit großem Respekt absolviert.
Für den MSC Mauer wurde dabei ausgerechnet eine scheinbare Kleinigkeit besonders bitter. Ein versehentlicher Zeitstempel brachte zusätzliche Strafzeit. Gerade in einer Mannschaftswertung, in der die Zeiten aller drei Fahrer zusammengezählt werden, kann ein solcher Fehler entscheidend sein. Und genau so kam es. Das Podium wurde denkbar knapp verpasst. Bis zum Ende blieb für Bachert, Meier und Winter die Chance auf den dritten Platz erhalten. Nach dem Abschlusscross stand schließlich fest: Der MSC Mauer beendet die FIM Enduro Vintage Trophy 2026 auf dem vierten Platz der Clubwertung von insgesamt 64 Club Teams. Sportlich betrachtet ein außergewöhnliches Ergebnis auf internationaler Ebene.
Die offiziellen Ergebnisse weisen folgende ersten vier Mannschaften aus:
Tagliamento 1
Club Team Germany 12
Club Team Germany 2
Club Team MSC Mauer mit Udo Meier, Bernd Bachert und Manfred Winter
* FIM Fédération Internationale de Motocyclisme: Die FIM ist die oberste und alleinige internationale Instanz, die befugt ist, internationale Motorradveranstaltungen, die weltweit unter ihrer Zuständigkeit organisiert werden, zu kontrollieren und zu reglementieren. Sie wird vom IOC als die allein zuständige internationale Organisation für den Motorradsport anerkannt.




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